23.Mai 2026 Schanzenfest

Der Senat ballert und trommelt mit Millionenbudgets und Drohnenflugshows für eine Olympiabewerbung. Da wollen wir nicht hintenanstehen, steigen mit in den Ring und kündigen an, das Schanzenfest 2026 ganz dem antiolympischen Gedanken zu widmen.

Um rechtzeitig vor dem Referendum ein Ausrufezeichen zu setzen, findet das Fest bereits am 23. Mai statt. Wir laden ein, es als Bühne für eine antiolympische Gala der Widerständigkeiten zu nutzen. In Anlehnung an das Motto der Pro-Olympia-Kapangne stellen wir fest: Keine Schanze für die Spiele!

Wir blicken dabei über den Stadtteil hinaus und haben auch die globalen Verhältnisse im Blick. Denn Olympia wäre nicht nur für Hamburg eine Katastrophe, sondern bedeutet überall Ausgrenzung, Repressionen, gentrifizierungsverwüstete Stadtteile und brachliegende überdimensionierte Sportstätten als Vermarktungsruinen des Sports.

23. Mai 2026 Schanzenfest 

Kick off gegen die olympische Katastrophe


Know Your Enemies




Das Schanzenfest findet in diesem Jahr bereits im Mai unmittelbar vor dem Referendum gegen olympische Spiele in Hamburg statt. Das Fest versteht sich als „Kick off“ und autonomer Auftakt, als Ausdruck unserer Widerständigkeiten und Bereitschaft, für die Zugänglichkeit städtischer Räume und gegen olympische Monstrositäten und Sicherheitsarchitekturen zu kämpfen. 



Wir rufen dazu auf, sich am Referendum zu beteiligen und gegen die geplante Bewerbung für olympische Spiele in Hamburg 2036-2044 zu stimmen. Allein schon aus dem Grund, dass wir es der millionenschweren Propaganda nicht noch einfacher machen wollen. 


Gleichzeitig und vor allem kündigen wir jedoch an, dass für uns das Ergebnis des Referendums völlig ohne Belang ist. Der Senat hält sich ohnehin nicht an Ergebnisse. Statt dessen werden Ressourcen verschwendet, indem solange immer wieder neu abgestimmt wird, bis das Ergebnis irgendwann passt. 

Generell halten wir es für problematisch, wenn Mehrheitsentscheidungen getroffen werden, von denen vor allem ärmere und ausgegrenzte Bevölkerungsgruppen betroffen sind.

Im Zuge der olympischen Spiele 2024 in Paris, für die sich Hamburg ebenfalls bewerben wollte, wurden laut Ärzte ohne Grenzen rund 20.000 Wohnungslose, Sexarbeiter*innen und Drogenkonsument*innen gewaltsam aus innenstädtischen Bereichen vertrieben und mit Bussen in die Vororte verfrachtet, um den schönen Schein zu wahren.  

Unser Widerstand als Nachbar*innen und direkt Betroffene gegen olympische Spiele endet nicht mit dem Referendum. Es ist für uns ein Mobilisierungspunkt für weitere überregionale und internationale Mobilisierungen, um die Olympiadiskurse nachhaltig zu verschieben. Wir schließen uns den Aktivist*innen in Mailand an, welche die olympischen Winterspiele 2026 unter dem Slogan „Know your enemies!“ mit zahlreichen Protesten begrüßt und eröffnet haben.



Im Zentrum der olympischen Idee steht nicht der Sport, sondern ein gigantisches Marketing, welches weltweit Bauruinen und gentrifizierungsverwüstete Stadtteile hinterlässt. Wir werden uns mit allen Mitteln dagegen wehren, als nächstes von dieser menschengemachten Katastrophe heimgesucht zu werden. Wir werden nicht zur Fußnote der olympischen Erzählung von nicht erreichten Planungszielen, höheren Kosten, Umweltzerstörung, explodierenden Mieten, Vertreibung und Repressionen, sondern machen uns im Schanzenviertel und anderen betroffenen Stadtteilen auf den Weg, die Geschichten umzuschreiben.


Das olympische Katastrophenzenario befördert den Klimawandel und steht für Ressourcenverschleuderung, für massive Korruption und die Umschichtung von öffentlichen Geldern von unten nach oben. Reiche werden in diesem Prozess reicher, während alle anderen ärmer werden und die Folgen dieser Entwicklung scheinbar gesetzmäßig finanzieren und ausbaden sollen. Wenn wir Olympia bekämpfen, bekämpfen wir Zustände, die uns auch im Alltag begegnen. In diesen Kämpfen können wir in Hamburg auf einen reichen Erfahrungsschatz von Straßenprotesten und erkämpften Projekten als soziale Basis zurückgreifen. 



Die von Politik und Wirtschaft vorangetriebene Pro-Olympia-Kampagne hat sich für ihre Kick Off-Veranstaltung zur Olympiabewerbung 2036-44 ausgerechnet den begrünten ehemaligen Weltkriegsbunker „Flakturm IV“ am Heiligengeistfeld ausgesucht. Hundert Jahre nach den faschistischen olympischen Spielen 1936 in Berlin offenbart dieser Ort ein besonderes Verständnis für Erinnerungskultur seitens der Hamburger Olympia-Kampagne. 


Der Nationalsozialismus wird zur Silhouette und nachrangigen Anekdote eines Deutschland, das sich über den Sport als friedliches und weltoffenes Land präsentiert. Während Faschist*innen in die in mehreren Ländern in Regierungsverantwortung drängen, Gewalt gegen FLINTA’s, Antisemitismus und Rassismus zunehmen und die AFD die nationalsozialistischen Verbrechen als Fliegenschiss deutscher Geschichte bezeichnet, ist dies kein kleiner Fehler, sondern einer ums Ganze. Wir mögen uns gar nicht vorstellen, welche weiteren Fehlgriffe und Geschmacklosigkeiten wir im Fall einer erfolgreichen Bewerbung zu erwarten haben. 

Anti-Olympia Aktivist*innen, antirassistische St. Pauli-Fans und Freund*innen anderer Vereine haben dankenswerterweise auf dem Heiligengeistfeld gegen die Veranstaltung protestiert und spontan einen NOlympia Schriftzug formiert.

Die olympischen Spiele stehen nicht für Amateursport oder Interessen von Sportvereinen, sondern für alles, was Fans am modernen Fußball ablehnen. Investoren, Korruption und eine Vermarktung, die über alles geht und die Regeln des Spiels neu definieren will. Die Art und Weise, wie von der Stadt bereits im Bewerbungsprozess Geschenke für Stadionaus- oder Neubauten für den HSV und FC St. Pauli versprochen werden, werten wir als plumpe Bestechung, um Zustimmung zu erreichen und gesellschaftliche Widersprüche ruhigzustellen.


Die Wirklichkeit ist weit davon entfernt, ein olympisches Dorf zu sein. Und wir werden dieses nicht in Hamburg willkommen heißen. Bei allen Olympiaplanungen sind die westlichen inneren Stadtteile in besonderer Weise von den Folgen betroffen. St. Pauli und das Schanzenviertel verwandeln sich bei diesen Planungen in Sicherheitszonen, gegen welche die Austragung des G20 Gipfels 2017 ein Hafengeburtstag war. 


Dafür braucht es keine ICE-Beamt*innen aus den USA wie bei den olympischen Winterspielen in Mailand. Rassistische Kontrollen und zunehmende Vertreibung prägen bereits jetzt den Alltag auf St. Pauli. Im Rahmen der Austragung von olympischen Spielen werden Zumutungen und Repressionen zunehmen. Kameraüberwachung, Drohnen und Hubschraubereinsätze, Sicherheitszonen mit Beschränkungen für Anwohner*innen und Gebietsverbote für Menschen mit dem falschen Wohnort oder ohne festen Wohnsitz werden nicht einige Tage wie zum G20-Gipfel andauern, sondern wochenlang das Leben in der Stadt bestimmen. Für Villenbesitzer*innen und mögliche Olympiabefürworter*innen in idyllischen Vororten kein Problem, für alle direkt Betroffenen, die in den inneren Stadtteilen leben und nicht auf der Sahnehaube schwimmen, ein ganz gewaltiges. 



Was in Hamburg fehlt, sind nicht überdimensionierte Sportstätten und Infrastruktur für Großveranstaltungen, sondern Sportstätten für Schulen und den Amateurbetrieb. Medien berichteten 2025, daß der Hamburger Senat einen Finanzrahmen von ca. 9 Millionen Euro für die Bewerbung 2036-44 beschlossen hat. Am selben Tag wurden weitere geplante Kürzungen bei Stadtteilprojekten für Kinder, Jugendliche und Familien bekannt. Einrichtungen drohen Schließungen, da Mittel für Personal, Honorare und Mieten fehlen. Trägerverbände sprechen von einer „Notlage“ und unzureichender Unterstützung. Selbst der Rechnungshof kritisierte pauschale Kürzungsvorgaben, da Hamburg im Haushalt eigentlich genügend Geld hat. Die Frage ist, wofür es ausgegeben wird.

Wir antworten darauf: Spiele verpisst euch, Refugees welcome! Gelder, die bereits für die Olympiabewerbung verschleudert werden, wären besser angelegt in Förderung der Seenotrettung, in günstigem Wohnraum, Bildung oder Stadtteilprojekten.



Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat andere Vorstellungen und antwortet darauf, es gehe um internationale Aufmerksamkeit. Mal ganz ehrlich: Verarschen können wir uns selber. Aber Olympia passt natürlich wie Arsch auf Eimer zum gewohnten Weg des Senats: Hauptsache laut, groß und teuer. Im Ergebnis gerne überdimensioniert und Scheiße. Unter einem Elbtower geht es nicht, denn die Marke Hamburg hat Vorfahrt vor sozialen Fragen.



Nolympia in Hamburg – Keine Schanze für die Spiele

Aber wenn es um internationale Aufmerksamkeit geht, nehmen wir es sportlich und steigen in den Ring. Hamburg hat nach dem G20 Gipfel einen guten Ruf zu verteidigen. Die Bilder aus der Elbphilharmonie und der Straßenproteste mit bis zu 80.000 Menschen gingen um die ganze Welt. Wir haben zwar keine Millionen und Sponsoren, aber trotz Gentrifizierung immer noch widerständige Nachbar*innen, viele Freund*innen und so großmäulig wie der Senat können wir im Schanzenviertel und auf St. Pauli schon lange. 


Mehr: https://schanzenfest.noblogs.org
Kontakt: antifaschanzenfest ( at ) nadir.org

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Veranstaltungszelt

Es gibt auf dem Schanzenfest an der Ecke Ludwigstraße/Sternstraße ein Veranstaltungszelt mit Mobivorträgen und Inputs. Wir laden alle ein, daran teilzunehmen und auf weitere Ankündigungen zu achten.

13:00 Uhr
Disrupt.Food.System.
Infos zu den Aktionstagen in und bei Bremen vom 9.-13. Oktober 2025

13:30 Uhr
Gegen den fossilen Rollback
In dem Mobivortrag stellt Ende Gelände unsere Ideen für eine Massenaktion im Sommer 2026 vor. Zusammen wollen wir uns dem Bau von 50 neuen Gaskraftwerken entgegenstellen und verhindern, dass der Kohleausstieg zum Gaseinstieg wird.

14:00 Uhr
Was tun wenns brennt und die Post danach.
Die Rote Hilfe Ortsgruppe Hamburg gibt einen Input zum Umgang mit Repression nach politischen Aktionen.

15:00 Uhr
Widerstand gegen den Lithiumabbau in Covas do Barroso, Nordportugal
Seit 7 Jahren leisten die Anwohner*innen Widerstand gegen die Zerstörung ihrer Natur- & Kulturlandschaft durch den geplanten Lithiumabbau.

16:00 Uhr
Was Fluchtboote erzählen
Wie überwinden Menschen die Grenzen der Festung Europa? Die Betrachtung der Fluchtboote gibt ungeahnte Einblicke, in die Lebensrealität bei der Flucht über das Mittelmeer. Geesche Wilts gibt Einblicke in ihre aktuel laufende Dissertation, die die Geschehnisse an der Grenze anschaulich zeigen.

17:00 Uhr
Demo 1×1 für trans, inter, nicht binäre und agender Personen
Demonstrationen sind ein Ort des politischen Ausdrucks, die immer wieder Repressionen nach sich ziehen. Wie ihr diese vermeiden oder mit ihnen umgehen könnt, erfahrt ihr in dem Vortrag. Der Schwerpunkt liegt auf eine Beratung für trans, inter, nicht binäre und agender Personen.

19:00 Uhr
Filmvorführung „Die Träume, die wir teilen“
„Los sueños que compartimos“ (Mexiko, 2025), Valentina Leducs Debütfilm, bietet Einblicke in drei Projekte der Hoffnung und Geschichten über die Selbstorganisation von Gemeinschaften in den Wäldern von Froxan, Galicien (Spanien), Lûtzerath (Deutschland) und Juan C. Bonilla, Gemeinde Puebla (Mexiko), die durch die inspirierende Reise der Gira Zapatista durch Europa im Jahr 2021 miteinander verwoben sind. Wir freuen uns den Film auf dem Schanzenfest im Orginal mit englischen Untertiteln präsentieren zu dürfen.
Zum Trailer auf YouTube

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6.9.2025 16:45 Uhr ALGUNAS PARTES DEL TODO

Gegen das Verschwindenlassen – Megaprojekte, globaler Raubbau und Widerstand

Vom 3. bis 16. August haben sich im südmexikanischen Chiapas mehrere hundert Aktivist*innen von sozialen Bewegungen und politischen Kollektiven mit der Zapatistischen Bewegung getroffen. Unter dem Motto „Treffen der Widerstände und der Rebellionen. Einige Teile des Ganzen“ hatte die EZLN zu einem Austausch eingeladen.

Es war kein Treffen der Analyse und der theoretischen Ansätze sondern ein Treffen praktischer Widerstandserfahrungen: „Diejenigen, die wir da sein werden, wissen ja bereits, was das verdammte System ist und was es gegen alle* – auch gegen Natur, Wissen, Künste, Information, menschliche Würde, den gesamten Planet – anrichtet“. Es ging daher nicht darum, all die Übel, die das kapitalistische System tut, theoretisch auszuführen, sondern das, was getan wird, um zu widerstehen und zu rebellieren, das heißt, um dagegen zu kämpfen.

Eine Teilnehmer*in des internationalen Treffens in Chiapas berichtet auf dem Schanzenfest in Hamburg von Widerstandserfahrungen, Repressionen und der Praxis des Verschwindenlassens von indigenen Umweltaktivist*innen, Geflüchteten und immer mehr Menschen in Mexiko.

6.9. Schanzenfest Bühne ab 16:45 Uhr

Im Anschluss findet ab 19:00 Uhr im Veranstaltungszelt Ludwig/Ecke Sternstraße noch eine Filmvorführung statt:
„Die Träume, die wir teilen“
„Los sueños que compartimos“ (Mexiko, 2025), Valentina Leducs Debütfilm, bietet Einblicke in drei Projekte der Hoffnung und Geschichten über die Selbstorganisation von Gemeinschaften in den Wäldern von Froxan, Galicien (Spanien), Lûtzerath (Deutschland) und Juan C. Bonilla, Gemeinde Puebla (Mexiko), die durch die inspirierende Reise der Gira Zapatista durch Europa im Jahr 2021 miteinander verwoben sind. Wir freuen uns den Film auf dem Schanzenfest im Orginal mit englischen Untertiteln präsentieren zu dürfen.
Zum Trailer auf YouTube

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Auf der Straße bleiben…

Durchfahrtsperren rund um das Schanzenfest

Rund um den Bereich des Schanzenfestes werden in diesem Jahr robuste Durchfahrtsperren aus Beton von städtischen Behörden errichtet. Die Beschränkungen des Verkehrs dienen nach Angaben dieser der Sicherheit für die Teilnehmer*innen der Veranstaltung. Daraus folgt auch, dass während des Schanzenfestes zwischen 9 und 22 Uhr keine An- und Abfahrten erfolgen können. Betroffen sind die Bereiche Susannenstraße bis Bartelsstraße, Schanzenstraße, Ludwigstraße und Sternstraße.

Alle Anwohner*innen werden gebeten, ihre Fahrzeuge rechtzeitig vor dem Fest wegzuparken, um Unzufriedenheiten oder Stress zu vermeiden. Alle Stände sollten frühzeitig vor Ort sein und Fahrzeuge rechtzeitig wieder entfernen bzw. Sackkarren und andere Hilfsmittel am Start haben. Bitte achtet dennoch darauf, dass vor allem in kleineren, engeren Straßen Rettungswege freibleiben und ausreichend Platz ist, dass im Notfall Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge durchkommen.

Am sonstigen geplanten Verlauf des wie in jedem Jahr unangemeldeten und selbstorganisierten Festes im Stadtteil ändert sich nichts. Wir wünschen allen ein sonniges Fest und achtsamen Umgang, nehmt Rücksicht, lasst es krachen und lasst euch nicht kirre machen.

Wir bleiben auf der Straße gegen rechte Zustände, Umweltzerstörungen und globalen Raubbau, gegen Repressionen und die Inhaftierungen von Clara, Maja und allen anderen Antifas und Aktivist*innen, die gegenwärtig angegriffen werden. Keine Auslieferungen, keine Abschiebungen, keine Verschwundenen. Für die Freiheit und das Leben – por la vida!

Schanzenfest 2025

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Schanzenfest 2025

Hier findet ihr alle Infos zum diesjährigen Schanzenfest. Wir hoffen auf die Beteiligung vieler Anwohner*innen mit unkommerziellen Flohmarktständen und eigenen Beiträgen. Wie immer ist das Schanzenfest kein fertiges Event, sondern eine Plattform für alle, die eigene Aktionen und andere Beiträge veranstalten wollen. Es wird Musikbühnen, Soundsysteme, Infostände und inhaltliche Beiträge geben. Das Fest findet von 9 – 22 Uhr in der Susannen-, Bartels-, Schanzen-, Ludwig- und Sternstraße statt.

Diversität, emanzipatorische und soziale Bewegungen werden gegenwärtig mit voller Breitseite angegriffen und gesellschaftliche Themen, wie die sozialökologischen Folgen des Klimawandels, zugunsten der Regulierung vermeintlicher Sachzwänge von der Tagesordnung verdrängt. Rechtspopulistische Gesellschaftsvorstellungen bestimmen dabei zunehmend staatliche Politik.

Sozialausgaben werden gekürzt und fließen in Militarisierung, notwendiger Umweltschutz wird ökonomischen Interessen untergeordnet, Gleichstellungsprogramme abgeschafft und Außengrenzen dichtgemacht. Wir lassen uns davon nicht kirre machen und bleiben auf der Straße, um mit dem Schanzenfest das Terrain der Auseinandersetzung zu verschieben und eben diesen Themen Raum zu geben, die gegenwärtig angegriffen werden. Das Motto lautet: »Gegen das Scheiß Klima. Für mehr Unfug und Revolte.«

Solidarische Grüße gehen an Menschen auf der Flucht, ohne Papiere oder die gezwungen sind, in der Illegalität zu leben, an kriminalisierte Seenotretter*innen, die Betroffenen des Budapest-Verfahrens gegen Antifas und alle anderen emanzipatorischen Strukturen, die von staatlicher oder gesellschaftlicher Repression betroffen sind. Keine Abschiebungen, keine Auslieferungen und Einstellung aller Verfahren gegen Antifas! Free Maja – free them all!

Auch in diesem Jahr wird Geld gesammelt. Nicht nur für die Durchführung des Festes, sondern auch für kriminalisierte und verfolgte Antifas und soziale Bewegungen. Von den Ständen auf dem Schanzenviertelfest wird zu diesem Zweck eine solidarische Spende erwartet.

Einige Bereiche werden abgesprüht für Rettungswege, Stadtteilinitiativen und gemeinsame Infrastruktur wie Bühne, Technik usw. Diese Bereiche sind freizuhalten und zu respektieren. Bitte parkt im Bereich des Fests rechtzeitig eure Fahrzeuge um!

Das Schanzenfest ist weiterhin unangemeldet und unkommerziell – professionelle, kommerzielle oder rücksichtslose Stände sind unerwünscht. Denkt daran, dass es auch andere Stände gibt und passt eure Lautstärke an die Situation an!

Wir wollen auf dem Fest gemeinsam und entschlossen auf Übergriffe reagieren, aber auch besonnen auf die Sicherheit von Teilnehmenden ohne Pass oder traumatisierten Menschen achten. Ein solidarischer und achtsamer Umgang und kein rassistisches, antisemitisches, sexistisches, homophobes, transfeindliches oder sonstiges Scheißverhalten sollte selbstverständlich sein. Wir wünschen uns allen ein bewegtes Schanzenfest und sonnigen Tag!

Infos: schanzenfest.noblogs.org
Kontakt: antifaschanzenfest@nadir.org

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